Wann Schwierigkeitsgrad erhöhen und wann Einschränkungen?
Es gibt einen kleinen, jedoch feinen Unterschied zwischen dem Schwierigkeitsgrad und einer Einschränkung. Dieser Unterschied offenbart sich in der Art und Weise, wie sie die Handlung und ihr Ergebnis beeinflussen.
Während eine Einschränkungen die Entfaltung einer Handlung verändert können. So ist der Schwierigkeitsgrad viel gnadenloser. Der Schwierigkeitsgrad setzt direkt am Würfelergebnis an und vermag es, die Handlung von Anfang an zum Scheitern zu verdammen. Es ist als ob der 100-Seitige, mit einem finsteren Lächeln, den Erfolg der Handlung bereits im Keim erstickt. Ganz gleich, wie hoch die Boni oder wie niedrig die Mali sein mögen, der Schweregrad fordert seinen Tribut und kann die Chance auf einen Triumph nahezu unmöglich machen.
D100 - Schwierigkeit <= Grenze für Fehlschläge ---> Fehlschlag
| Schwiriegkeitsgrad | Modifikation |
|---|---|
| trivial | +100 |
| routine | +75 |
| sehr einfach | +50 |
| einfach | +25 |
| adäquat | +/- 0 |
| schwer | -5 |
| sehr schwer | -25 |
| äußerst schwer | -50 |
| unmöglich | -100 |
Die Werte dieser Tabelle gelten nur als Orientierung, es spricht nichts dagegen die Werte anzupassen um einer besseren Abstufung gerecht zu werden wie +5 oder -5.
Doch verzagt nicht, Abenteurer, denn in den tiefen Mysterien von Runic offenbart sich eine Möglichkeit, das Schicksal zu überlisten. Trotz der Unbarmherzigkeit des 100-Seitigen, der als oberster Herrscher über das Schicksal thront, gibt es Wege, ihm zu trotzen und den Lauf der Dinge zu beeinflussen.
So gibt es die seltene, aber bedeutende Chance, durch einen Wurf von exakt 100 einen „Wahren Erfolg“ zu erzielen. Der 100-Seitige, in seiner Erhabenheit, erkennt diese Zahl als das ultimative Zeichen des Schicksals an und öffnet die Tore zu einem außergewöhnlichen Erfolg.
[!Hinweis]
Der obere Teil bezieht sich auf die Regel des "Wahren Erfolges" man sollte jedoch bedenken, dass dies auch für die Regel des "Wahren Fehlschlags" gelten würde
Doch es gibt auch andere, weniger häufige, aber nicht minder mächtige Wege, das Unvermeidliche zu überwinden. Durch die Optionale Regel „Lucky Seven“ oder das Auftreten eines positiven Unvorhersehbares-Ereignis kann der unwahrscheinliche Sieg dennoch errungen werden, selbst wenn das Schicksal gegen den Helden arbeitet. Diese magischen Wendungen sind in den tiefsten Geheimnissen der Runen verwurzelt und ermöglichen es dem tapferen Abenteurer, scheinbar unüberwindbare Hürden zu durchbrechen.
Wann Schwierigkeitsgrad erhöhen und wann Einschränkungen?
Der Schwierigkeitsgrad stellt sich als eine unerbittliche Macht dar, daher sollte die Anwendung des Schwierigkeitsgrades mit höchster Bedacht erfolgen. Die meisten Anpassungen an eine Handlung lassen sich durch Einschränkungen oder Boni abbilden, ohne auf diesen äußersten Weg zurückgreifen zu müssen. Das Anheben des Schwierigkeitsgrades sollte daher nur in den Momenten geschehen, in denen eine Situation besonders dramatisch und bedrohlich hervorgehoben werden soll. Es ist kein Mittel, das leichtfertig eingesetzt werden sollte.
Daher sollten zunächst alle Handlungen als adäquat behandelt werden bevor man den Schwierigkeitsgrad entsprechend anpasst. Man sollte bedenken dass das anheben der Schwierigkeit bedeutet dass auch die Grenze für einen Fehlschlag angehoben wird. Andernfalls wird auch die Grenze für einen Fehlschlag gesenkt wenn die Schwierigkeit sinkt.
Der Schwierigkeitsgrad einer Handlung sollte dann erhöht werden, wenn die Handlung selbst jeglicher Vernunft widerspricht – wenn der Held versucht, das Unmögliche zu erreichen und dabei die Grenze des Realistischen und Machbaren längst überschritten hat. Nur in solchen Momenten, in denen ein Held in einer augenscheinlich aussichtslosen Situation besteht und gegen alle Widrigkeiten ankämpft, sollte der Schwierigkeitsgrad zu einem unbarmherzigen Hindernis werden, das die Macht des Schicksals spürbar macht.