Gwentin – Karina und das Ende des Weges
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Karina
Die Rettung fand er dort, wo er sie am wenigsten erwartete: in einem kleinen, verschlafenen Dörfchen, das auf keiner Karte stand und von keinem Reich beansprucht wurde.
Er war dorthin gekommen, um zu vergessen. Um noch einen Ort zu finden, an dem die Welt stillstand. Und er fand Karina.
→ Die vollständige Geschichte: Karina – Der Schicksalskeim
Die Tochter eines Bauern. Einfach. Ungebildet. Ohne jede Magie, ohne jeden Anspruch, ohne jede Verbindung zu den großen Mächten der Welt.
Aber Karina war nicht irgendein Mädchen.
Sie war diejenige, deren Bestimmung es war, das Rad des Schicksals wieder in Gang zu setzen.
Der Keim, den das sterbende Schicksal in Gwentin gepflanzt hatte, und Karina – sie waren zwei Hälften desselben Mechanismus. Er war der Behälter. Sie war der Schlüssel.
Und als sie ihn ansah – mit diesen klaren, ruhigen Augen, die keinen Funken von Furcht enthielten, obwohl sie vor einem Mann stand, der älter war als jedes Reich, das sie kannte – da geschah etwas, das Gwentin seit fünfhundert Jahren nicht mehr gespürt hatte:
Stille.
Nicht die Stille, die ihn in der Grube beschützt hatte. Nicht die Stille der Leere. Sondern die Stille von etwas, das vollständig war.
Karina sprach kein Wort. Sie musste auch nicht. Denn in diesem Moment wusste Gwentin, dass das Rad des Schicksals, das seit Äonen stillgestanden hatte, sich endlich wieder zu drehen begann.
Und zum ersten Mal in fünfhundert Jahren musste er nicht kämpfen. Nicht fliehen. Nicht fühlen. Nicht vergessen.
Er musste nur da sein.