Die Zeitalter von Kankadas
Die Geschichte von Kankadas wird in groĂen Zeitaltern erzĂ€hlt. Jedes Zeitalter markiert einen grundlegenden Wandel im VerhĂ€ltnis der Völker zu Macht, Magie, Ordnung und den alten KrĂ€ften der Welt.
Keine Kultur kennt die vollstĂ€ndige Wahrheit. Was ĂŒberliefert wurde, stammt aus Legenden, elwischen Archiven, Tempelchroniken, Volksliedern, Ruineninschriften und spĂ€teren Deutungen. Jede Epoche wird von den Völkern Kankadas anders erinnert.
Die Zeit der Götter
Das mythische Urzeitalter, in dem Kankadas entstand und die acht Königsdrachen als WeltensÀulen geboren wurden. Aus dieser Zeit stammen die Àltesten Vorstellungen von Ordnung, Gleichgewicht und göttlicher Bewahrung.
Die Herrschaft der Drachen
Die Drachen bewahren die alte Ordnung der Welt, werden jedoch zunehmend zu UnterdrĂŒckern. Aus Angst vor Wandel und gefĂ€hrlichem Fortschritt beginnen sie, StĂ€dte, Forschung und aufstrebende Kulturen zu vernichten.
Die Zeit der Asche
Unter der FĂŒhrung von Kassar Leonvis erheben sich die Elwen und vereinen die Völker Kankadas gegen die Drachen. Der Sieg beendet die Drachenherrschaft, beschĂ€digt jedoch zugleich die alte Ordnung der Welt.
Die Zeit der Spaltung
Nach dem Drachenfall zerbricht die elwische FĂŒhrungsordnung. Durch Shizjens Geschenk erwacht Magie in den Blutlinien der kurzlebigen Völker, wodurch die Elwen ihr Machtmonopol verlieren und die Völker sich von ihnen lösen.
Die Zeit der LĂ€uterung
Die Solwen errichten mit Hilfe von Aethelit-Relikten das Soma-Imperium und beginnen unter dem Vorwand der Reinigung eine systematische Jagd auf Magier und magische Blutlinien. Diese Epoche umfasst nicht nur Sotherias Herrschaft, sondern auch die Nachfolgezeit bis zum Sturz der letzten groĂen Erbin des Imperiums.
Die Zeit des Erwachens
Nach dem endgĂŒltigen Sturz der Soma-Ordnung und ihrer letzten Erbin bricht die jahrhundertelange UnterdrĂŒckung der Magier auf. Shizjens Stimme findet in den verfolgten Blutlinien Gehör, und aus Befreiung werden Rache, Herrschaftsanspruch und die Magierkriege.
Die Zeit der Stille
Nach den Magierkriegen entsteht eine neue Ordnung. Magie wird nicht mehr vollstĂ€ndig verboten, aber durch Zirkel, Register und Gesetze streng ĂŒberwacht. Die Welt erholt sich, doch unter der OberflĂ€che bleiben Misstrauen, Schuld und alte Wunden bestehen.
Die Zeit der Entdeckungen
Nach der Zeit der Stille stabilisiert sich Kankadas, und Forschung wird erstmals seit langer Zeit wieder möglich. Aus der Verbindung von Magie, Handwerk und Wissenschaft entsteht die Technomagie, die Luftschiffe, TiefseegefĂ€hrte, FabrikstĂ€dte und neue Handelsnetze hervorbringt. Doch mit dem Fortschritt entdecken die Völker auch, dass die beschĂ€digten WeltensĂ€ulen Kankadas nicht mehr vollstĂ€ndig vor fremden MĂ€chten schĂŒtzen.
Die Zeit der Maschinen
Aus den Entdeckungen der vorherigen Epoche entsteht eine technomagische Industrialisierung. Magie wird nicht mehr nur gewirkt, sondern massenhaft in Maschinen, Fabriken, Verkehrsnetzen und Alltagskomfort verbraucht. Neue GroĂmĂ€chte entstehen aus Infrastruktur und Industrie, wĂ€hrend Kankadas leistungsfĂ€higer, aber auch kĂŒnstlicher und abhĂ€ngiger von Systemen wird, die tief in die beschĂ€digte Weltordnung eingreifen.
Die Zeit des GlÀsernen Himmels
In der Zeit des GlĂ€sernen Himmels erreicht Kankadas den Höhepunkt seiner technomagischen Entwicklung. HimmelsstĂ€dte, SphĂ€renschiffe und gewaltige Schutzsysteme entstehen, wĂ€hrend zugleich deutlich wird, dass die Welt selbst immer schwĂ€cher wird. Als Forscher einen Samen von Drassil erhalten, beginnt der erste groĂe Versuch, Kankadas durch das Drassil-Netz zu heilen â doch die Leere versucht, den Spross zu vernichten oder zu verderben, bevor er Wurzeln schlĂ€gt.
Die Zeit der Risse
In der Zeit der Risse brechen die SchĂ€den an Kankadas offen hervor. Raum, Magie, Erinnerung und Naturgesetze werden unzuverlĂ€ssig, wĂ€hrend EinflĂŒsse aus Leere und FĂŒlle ganze Regionen verĂ€ndern. Manche MĂ€chte versuchen, die Risse zu versiegeln, andere wollen sie nutzen, anbeten oder durch kĂŒnstliche WeltensĂ€ulen ersetzen. Kankadas steht vor der Frage, ob eine Welt ohne ihre alten WĂ€chter sich selbst noch retten kann.
Die Weggabelung
Die Zeit der Wurzeln
Nach der Zeit der Risse schlĂ€gt der Drassil-Spross Wurzeln in Kankadas und verbindet die geschwĂ€chte Welt mit einem gröĂeren Netz lebender Welten. Seine Wurzeln stabilisieren Magie, Seelenkreislauf und Naturgesetze, doch Kankadas verliert dadurch seine metaphysische UnabhĂ€ngigkeit. Aus der Rettung entsteht ein Zeitalter der Heilung, des Austauschs und der AbhĂ€ngigkeit von einem Organismus, dessen Wille und BedĂŒrfnisse niemand vollstĂ€ndig versteht.
Die Zeit der neuen SĂ€ulen
Nach der Zeit der Risse wird der Kernkristall erweckt und neue TrĂ€ger werden mit den grundlegenden Gesetzen Kankadasâ verbunden. Die neuen WeltensĂ€ulen schlieĂen die Grenzen gegen Leere und FĂŒlle und geben der Welt ihre EigenstĂ€ndigkeit zurĂŒck. Doch mit ihnen entstehen erneut Wesen von göttlicher Macht, und Kankadas muss entscheiden, ob seine Retter bloĂe WĂ€chter bleiben oder zu den Herrschern einer neuen Ordnung werden.
Die Zeit der Bestimmung
Nach der Zeit der Risse wird Kankadas vollstĂ€ndig vom Schicksal erfasst und in dessen Archiv aufgenommen. Die Welt entkommt dem Zerfall und besteht innerhalb einer geschĂŒtzten metaphysischen Umgebung weiter, in der Leere und FĂŒlle keinen Zugriff mehr besitzen. Doch Kankadas existiert fortan nur noch durch das Schicksal und muss mit der Frage leben, ob vollkommene Bewahrung ohne UnabhĂ€ngigkeit noch wirkliche Freiheit bedeutet.
Die Zeit des Stillstands
Nachdem in der Zeit der Risse keiner der möglichen Rettungswege vollendet wurde, bleibt Kankadas als postapokalyptische Ruinenwelt zurĂŒck. Magie, Wiedergeburt, Zeit und Erinnerung werden zunehmend unzuverlĂ€ssig, wĂ€hrend die letzten Völker in den Ăberresten vergangener Zeitalter ums Ăberleben kĂ€mpfen. Ihre Hoffnung richtet sich nicht mehr auf die Rettung der bestehenden Welt, sondern darauf, das Gesetz der Wiederkehr vor dem endgĂŒltigen Zusammenbruch zu bewahren.
Die Zeit des Ruins
In der Zeit des Ruins ist Kankadas kaum noch bewohnbar. Die groĂen Völker, Reiche und Zeitalter sind vergangen, und von der Welt bleiben nur leere StĂ€dte, zerfallene Maschinen, tote HeiligtĂŒmer und Spuren alter Magie. Reisende zwischen den Welten durchqueren Kankadas wie einen verlassenen Friedhof und können nur noch aus Ruinen, Echo und BruchstĂŒcken erahnen, was diese Welt einst gewesen ist.