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Der Erste Magiekrieg

"Sie zogen sich zurück. Nicht aus Schwäche – aus Berechnung. Und wir, wir haben in unsere eigene Wut geheult und nicht gemerkt, dass wir genau das taten, was sie wollten."
— Ein Goblin-Ältester, überliefert in mündlicher Tradition


Basis-Informationen

Merkmal Beschreibung
Zeitraum: ~Jahr 50–150 nach Shizjens Fall
Dauer: Geschätzt 100 Jahre
Ort: Stova und Talrim
Konfliktparteien: Kurzlebige Völker (Menschen, Zwerge, Goblin, Orks) vs. Elwen
Ergebnis: Kein direkter Krieg – Rückzug der Elwen, Abspaltung der Solwen
Folgen: Gründung des Soma-Imperiums, Beginn der Einschmelzung, neue Weltordnung

Vorgeschichte

Shizjens Fluch

Nach dem Tod des Drachenkönigs Shizjen im Drachenkrieg erhielten die kurzlebigen Völker – Menschen, Zwerge, Goblin, Orks – die Gabe der Magie. Ein Geschenk, das Shizjen mit seinem letzten Atemzug wirkte.

Das Problem: Die Magie erforderte geistige Reife, die kurzlebige Völker unter normalen Umständen niemals erreichten. Die Magie war da – aber der Geist war nicht bereit.

→ Siehe: Shizjens Fall

Die ersten Jahre

Phase Zeitraum Beschreibung
Das Erwachen Jahr 0–5 Erste Magie-Erwachen bei den kurzlebigen Völkern. Verwirrung, Angst, aber auch Faszination.
Das Chaos Jahr 5–15 Unkontrollierte Magie zerstört Dörfer, Städte, Landschaften. Die ersten Magier sterben an den Folgen ihrer eigenen Kraft.
Die Organisation Jahr 15–30 Erste Magier-Zirkel entstehen. Die kurzlebigen Völker beginnen, die Magie zu verstehen und zu organisieren.
Der Aufstieg Jahr 30–50 Magiebegabte Armeen bilden sich. Die kurzlebigen Völker erkennen ihre neue Macht – und die Ungerechtigkeit ihrer bisherigen Unterdrückung.

Der Konflikt

Die Erhebung

Die kurzlebigen Völker, die jahrhundertelang unter der elwischen Vorherrschaft gelebt hatten – geduldet, aber never als gleichwertig anerkannt – erhoben sich.

Nicht, weil die Elwen sie grausam behandelt hätten. Sondern weil sie sie ignoriert hatten. Und nun, da sie Magie wirken konnten, waren sie es leid, ignoriert zu werden.

Die Erhebung war kein koordinierter Aufstand. Es waren hunderte lokale Revolten – hier ein Goblin-Stamm, der ein elwisches Dorf niederbrannte, dort ein Zwerg, der mit Erdmagie eine elwische Grenzfestung einstürzen ließ, dort ein menschlicher Magier, der eine ganze Armee allein aufhielt.

Shizjens Plan – und warum er aufging

Shizjen hatte genau das gewollt:

"Die Völker werden sich erheben. In ihrem Zorn, in ihrer Unvollkommenheit, werden sie die alte Ordnung zerschlagen. Und aus den Trümmern werde ich zurückkehren."

Und die Völker erhoben sich. Wie Shizjen es geplant hatte.

Shizjens Plan – und warum er NICHT aufging

Aber die Elwen waren nicht dumm.

Sie erkannten, was geschah. Sie erkannten, dass die Erhebung der kurzlebigen Völker genau das war, was Shizjen gewollt hatte. Und sie trafen eine Entscheidung, die niemand erwartet hatte:

Sie zogen sich zurück.


Der Rückzug der Elwen

Die Debatte unter den Elwen

Im Hohen Rat der Elwen gab es zwei Fraktionen:

Fraktion Position Anführer
Die Bewahrer „Wir müssen kämpfen. Wenn wir uns zurückziehen, überlassen wir die Welt dem Chaos." Elwenkönigin Ylandra
Die Klugen „Shizjen will, dass wir kämpfen. Wenn wir kämpfen, geben wir ihm, was er will. Wir müssen uns zurückziehen – und die kurzlebigen Völker sich selbst überlassen." Erzmagier Thelorien

Die Klugen gewannen die Debatte.

Die Argumente

  1. Zahlenmäßige Unterlegenheit. Die Elwen waren zwar mächtiger – aber die kurzlebigen Völker waren ihnen an Zahl haushoch überlegen. Ein direkter Konflikt hätte bedeutet, dass die Völker sie einfach überrennen könnten.

  2. Shizjens Falle. Die Elwen erkannten, dass der Krieg gegen die kurzlebigen Völker genau das war, was Shizjen geplant hatte. Ihm zu geben, was er wollte, bedeutete, ihm bei seiner Rückkehr zu helfen.

  3. Die eigene Natur. Die Elwen waren ein Volk der Geduld. Sie konnten warten. Die kurzlebigen Völker konnten es nicht. Die Zeit würde das Problem lösen – oder zumindest verändern.

Der Rückzug

Die Elwen zogen sich kampflos in ihre Wälder und verborgenen Täler zurück. Sie gaben ihre Außenposten auf, ihre Handelsrouten, ihre Einflusszonen.

Sie taten etwas, das in der Geschichte der Welt beispiellos war: Sie kapitulierten – nicht vor einem Feind, sondern vor einer Berechnung.


Die Abspaltung der Solwen

Die Unzufriedenen

Nicht alle Elwen waren mit dem Rückzug einverstanden.

Eine Gruppe – angeführt von der elwischen Kriegsführerin Sotheria, die bereits im Drachenkrieg an vorderster Front gekämpft hatte – sah den Rückzug nicht als Weisheit, sondern als Feigheit. Für sie war die Magie der kurzlebigen Völker kein Fluch Shizjens, den man ignorieren sollte – sondern eine Krankheit, die man heilen musste.

Vor dem Hohen Rat der Elwen stellte Sotheria den Rückzug offen anprangernd:

"Ihr nennt es Berechnung. Ich nenne es Feigheit."

Doch der Rat blieb bei seiner Entscheidung.

Die Gründung der Solwen

Sotheria und ihre Anhänger – vor allem jene Elwen, die selbst im Drachenkrieg gekämpft hatten und das Blut der Drachen auf ihren Händen trugen – zogen fort. Sie verließen die Wälder und verborgenen Täler der Elwen und zogen nach Soma – ins Zentrum des Kontinents Stova, wo die Sonne am intensivsten brannte.

Dort, im Schoße des Kontinents, gründeten sie eine neue Nation: Soma.

Und sie gaben sich einen neuen Namen: Solwen – die Geküssten vom Licht.

Sie sahen sich als direkte Vollstrecker der Sonnengöttin, die ihnen im Kampf gegen Shizjen bereits geholfen hatte. Und sie sahen eine heilige Pflicht in sich:

"Die Sonne hat uns erwählt. Nicht, um uns zu verstecken – um zu handeln. Die verderbte Magie muss aus der Welt getilgt werden. Nicht durch Krieg. Durch Reinigung."

Der Heilige Krieg

Sotheria startete, was sie den Heiligen Krieg nannte – aber nicht gegen die Elwen, und nicht gegen die kurzlebigen Völker als Ganzes.

Sondern gegen die Magie selbst.

Sie entwickelte ein Ritual, basierend auf den Seelenstürmen von Soliste, das die verderbte Magie aus den Seelen der kurzlebigen Völker extrahieren konnte: die Einschmelzung.

→ Siehe: Sotheria


Die neue Weltordnung

Nach dem Konflikt

Aspekt Vorher Nachher
Elwische Vorherrschaft Absolut Zurückgezogen, nur noch in Wäldern aktiv
Solwen Nicht existent Neues Volk, gegründet auf Soma, Imperium errichtet
Kurzlebige Völker Unterdrückt, ohne Magie Magiebegabt, frei, aber unter der Bedrohung der Einschmelzung
Soma-Imperium Nicht existent Dominante Macht auf Stova, expandierend nach Talrim

Die Folgen für die kurzlebigen Völker

Die kurzlebigen Völker waren frei – aber nicht sicher.

  • Die Elwen hatten sich zurückgezogen – aber sie würden nicht für immer untätig bleiben.
  • Die Solwen waren eine neue Bedrohung – fanatischer und organisierter als alles, was die Elwen je gewesen waren.
  • Die Einschmelzung war eine ständige Drohung – jeder magiebegabte Kurzlebige konnte ihr zum Opfer fallen.

Shizjens Position

Shizjens Plan war teilweise aufgegangen:

  • ✅ Die Elwen hatten ihre Vorherrschaft verloren.
  • ✅ Die kurzlebigen Völker hatten sich erhoben.
  • ❌ Die Elwen waren nicht vernichtet worden – sie hatten sich freiwillig zurückgezogen.
  • ❌ Die Solwen waren entstanden – eine neue Macht, die Shizjen nicht vorhergesehen hatte.
  • ❌ Die Einschmelzung bedrohte das Geschenk, das Shizjen gemacht hatte.

Shizjen wartete weiterhin. Geduldiger als je zuvor.


Zeitleiste

Jahr Ereignis
~0 Shizjens Fall – Der Fluch der Magie wird ausgesprochen
0–5 Erste Magie-Erwachen bei kurzlebigen Völkern
5–15 Chaos durch unkontrollierte Magie
15–30 Organisation der Magie, erste Magier-Zirkel
30–50 Magiebegabte Armeen bilden sich
~50 Die Erhebung gegen die elwische Vorherrschaft beginnt
~50–60 Die Elwen erkennen Shizjens Plan und ziehen sich zurück
~60 Sotherias Abspaltung – Gründung der Solwen in Soma
~60–100 Sotheria entwickelt die Einschmelzung
~100 Beginn des Heiligen Krieges – die Solwen jagen magiebegabte Kurzlebige
~150 Das Soma-Imperium ist etabliert, die Einschmelzung institutionalisiert

Kanon-Status

Feld Wert
Tier 2 (Fest etabliert)
Erstellt 2026-04-08
Letzte Änderung 2026-04-08
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Quellen & Verweise