Theme Library

Theme auswaehlen

Die Runic-Themes stehen zuerst. Danach kommen alle staerkeren Stilwelten.

Runic Themes

Die neutrale Kernreihe mit gemeinsamer Formsprache und nur farblichen Varianten.

O
Runic Obsidian
Runic Default
A
Runic Ash
B
Runic Azure
R
Runic Ruby

Weitere Themes

Atmosphaerische Stilwelten fuer Fantasy, Horror, Sci-Fi und besondere Moodboards.

S
Source Code
🎀
Cotton Candy
Hologram
☀️
Nightmare
❄️
Ice Kingdom
🌃
Neon City
🌿
Forest Kingdom
🌑
The Void
Sanctum
🌌
Astral Void
🔥
Dragon Fire
📖
Arcane Grimoire
🌙
Crimson Wine
❄️
Crystal Shard
🐙
Abyssal
⚙️
Clockwork
🌆
Synthwave
📰
Newspaper
S
Warm Sepia

Kitsun

"Geschöpfe aus Schatten und Flammen - Die Kitsun sind ein Rätsel, das sich selbst nie ganz offenbart. Ihre Formen wechseln wie der Rauch im Wind, mal Mensch, mal Fuchs, mal etwas dazwischen – stets ein Spiegel von Geheimnissen, die niemand zu ergründen vermag. Sie tragen den Glanz der Anmut und die Last einer uralten Weisheit, die sie in verschlungenen Worten und schimmernden Blicken verstecken. Loyalität ist für sie keine Tugend, sondern ein Band, das nur der geschmiedet sieht, der ihre Seele durch die dichten Nebel ihrer List hindurch berühren kann.

Die Welt ist für sie ein Spiel der Masken und Täuschungen, ein Ort, wo jedes Lächeln eine Lüge sein könnte und jede Bewegung ein Teil eines unendlichen Schachzugs. Doch trotz all ihrer Intrigen flackert in ihnen ein Funken, eine unstillbare Sehnsucht nach Erkenntnis und Tiefe. Sie sind zugleich Verführer und Unantastbare, Verbündete und Rätsel, deren wahres Wesen wie ein fernen Ruf verhallt – immer nah und doch unerreichbar, wie ein Traum, der schwindet, sobald man ihn zu greifen wagt."
— H. D. Sorbet


Basis-Informationen

Merkmal Beschreibung
Eigenname Kitsun (ursprünglich: "Die Füchse des Geistes")
Fremdbezeichnung Fuchsmenschen, Fuchsvolk, Gestaltwandler
Verbreitung Dichte Wälder, versteckte Täler, nahe menschlicher Siedlungen
Population Geschätzt 100.000–500.000 (sehr selten)
Sprache Kitsunisch (melodisch), Handelssprache, viele Dialekte
Lebenserwartung 650–900 Jahre (pro Schweif ein Jahrhundert)
Erwachsenenalter Ab ~100 Jahren
Besonderheit 1-9+ Schwänze, Gestaltwandel, magische Wesen

Grundwerte

HP MP STR GES INT KON AGI WIL CHA GLU
220 80 8 10 12 8 9 11 12 10

Lehren

Besonders vertreten sind in ihrer Kultur die Disziplinen:

sowie die Künste:

Besonderheit: Magische Wesen


Erscheinungsbild

Die Kitsunen, geheimnisvolle Fuchsmenschen, gehören zu den seltensten und faszinierendsten Wesen der Welt. Ihre Existenz ist von Legenden und Mysterien umhüllt, und nur wenige haben je einen von ihnen in ihrer wahren Form erblickt. Die Kitsunen haben die bemerkenswerte Fähigkeit, sich unter den Völkern der Welt unterzumischen, indem sie ihre wahre Gestalt hinter Täuschung und Illusionen verbergen. Ihre angeborenen Talente in der Kunst der Täuschungsmagie ermöglichen es ihnen, ihre tierischen Merkmale zu verstecken und sich als Menschen oder Mitglieder anderer Völker auszugeben, ohne dabei die geringsten Zweifel aufzuwerfen.

Obwohl sie zu den Tiermenschen gehören, weisen die Kitsunen eine weit stärkere Ähnlichkeit zu den Menschen auf als zu den Tieren, was sie in ihrer Erscheinung sowohl geheimnisvoll als auch faszinierend macht. Ihre Erscheinung ist von einer erhabenen Anmut und Eleganz geprägt, die sie in jeder ihrer Bewegungen ausstrahlen. Sie sind wahre Meister der Selbstpräsentation, ihre Kleidung stets perfekt auf ihren Körper abgestimmt, sodass sie selbst in den subtilsten Details Eleganz und Raffinesse verkörpern.

Ihre äußeren Merkmale sind stets gepflegt, als wäre ihre Erscheinung das Produkt eines langen Studiums der Ästhetik. Ihre Köpfe zieren prächtige Fuchsohren, die in der Farbe ihrer Mähne erstrahlen und in einer schier unendlichen Vielfalt von Tönen und Nuancen auftreten können – von silbrigem Weiß über tiefes Rot bis hin zu schimmerndem Schwarz. Diese Ohren so wie ein oder mehrere weiche, flauschige Fuchsschwänze, die anmutig hinter ihnen herwehen, sind ein markantes Zeichen ihrer wahren Herkunft und sind für die Kitsunen ein stolzes und feines Erbe. Diese Schwänze sind nicht nur ein weiteres auffälliges Merkmal, sondern auch ein Symbol für ihre Verbundenheit mit der Natur und der Magie, die in ihrem Blut fließt.

BildBild

Hintergrund

Die Kitsunen sind nicht nur Hüter ihrer geheimen Welt, sondern auch untrennbar mit der Natur und den Wäldern verbunden, die ihr Revier kennzeichnen. Diese Wälder sind mehr als nur Heimat – sie sind ein heiliger Raum, den sie mit allen Mitteln verteidigen. Die Kitsunen streben nach einem Leben in Zurückgezogenheit, fern von den anderen Völkern. Sie wünschen sich, nicht nur unentdeckt zu bleiben, sondern auch die schützende Distanz zu wahren, die sie brauchen, um ihre Magie und ihre Welt zu bewahren. Die meisten von ihnen verbergen ihre Existenz, um die Harmonie ihrer Wälder nicht zu stören und die Balance der Natur zu schützen. Doch die Ausbreitung der Menschen und anderer fruchtbarer Völker in alle Gebiete der Welt, zwingt sie immer mehr dazu ihre Komfortzonen zu verlassen und sich neuen BEdingungen anzupassen. So kommt es öfter vor dass Kitsunen darauf zurückgreifen ihre Natur zu nutzen – ihre manipulativen Talente und ihre Fähigkeit zur Täuschung und Beeinflussung.

In einer Welt, in der das Überleben der eigenen Heimat bedroht ist, beginnen die Kitsunen, ihre magischen Gaben gezielt einzusetzen. Sie nutzen andere leicht zu manipulierende Völker aus, indem sie sie in den Kampf für den Erhalt des Waldes und seiner Geheimnisse einbeziehen. Dazu manipulieren sie die Völker in ihrer Nähe durch Magie und Aberglaube und bringen sie dazu den Wald als Heiligtum und die Kitsunen als deren Hütter anzusehen und im Fall der Fälle auch mit unter dem Einsatz des eigenen Leben zu verteidigen. In dieser geheimen Allianz ist der Nutzen beider Seiten klar: Die Kitsunen gewähren den Völkern das Recht, in der Nähe ihrer Wälder Siedlungen zu errichten, im Gegenzug für deren Unterstützung und Schutz. Es entsteht eine fragile Symbiose – ein ständiger Tanz aus gegenseitigem Respekt und manipulativen Schachzügen.

Die Menschen, die sich in der Nähe dieser Wälder niederlassen, fangen dann meistens damit an, die Kitsunen als die Geister des Waldes zu verehren – unsichtbare Wächter, die über das Gleichgewicht und das Wohl des Waldes wachen. Sie bringen ihnen Gaben, aus der Hoffnung, die Gunst dieser mystischen Wesen zu erlangen - nützliche Idioten. Diese Gaben sind für die Kitsunen ein willkommenes Zeichen der Aufmerksamkeit, doch sie wissen auch, wie wichtig es ist, sich nicht zu sehr ins Rampenlicht zu stellen. Sie genießen diese Anerkennung im Verborgenen, während sie gleichzeitig ihre wahren Absichten weiterhin in der Dunkelheit wahren.

Trotz dieser Arrangements bleibt das Misstrauen der Kitsunen gegenüber den Menschen tief verwurzelt. Sie kennen die Natur der menschlichen Gier und ihr unersättliches Bedürfnis, das Besondere zu besitzen und zu kontrollieren. Kitsunen, die sich in der Vergangenheit naiv genug zeigten, sich zu sehr in menschliche Angelegenheiten einzulassen, wurden oft für ihre Gutmütigkeit bestraft. Menschen neigen dazu, das Besondere zu vereinnahmen, und so sind auch Kitsunen, die in menschliche Hände geraten, häufig Opfer ihrer Begierde. In vielen Fällen werden sie wie wertvolle Besitztümer gehandelt – als mystische Kreaturen, deren Magie und Anmut zu einem hohen Preis gehandelt wird.

So lebt das Volk der Kitsunen in einem ständigen Zustand von Vorsicht und Strategie, seine Magie und Weisheit nutzend, um seine Existenz zu sichern und die Natur zu wahren, ohne je wirklich von den anderen Völkern entdeckt zu werden.


Neigungen

Die Kitsunen sind weder böse noch gütig, sondern eher neutral, gebunden an ihre eigene, unaufgeregte Vorstellung von Recht und Unrecht. Sie handeln aus einer tief verwurzelten Naturverbundenheit heraus und besitzen wenig Verständnis für die Schwächen und Bedürfnisse der anderen Völker. Ihr Verhalten ist nicht von Mitleid geprägt – Menschen und andere Kreaturen sind für sie ebenso Teil des natürlichen Kreislaufs wie die Tiere des Waldes. Wenn es nötig ist, scheuen sie nicht davor zurück, die störende Präsenz eines Wanderers oder eines Eindringlings zu bestrafen. Ihre magischen Fähigkeiten, die auf Täuschung und Manipulation beruhen, sind ein mächtiges Werkzeug, um jene zu bestrafen, die die Ruhe ihres Reviers stören. Mithilfe ihrer meisterhaften Illusionsmagie führen sie jene in die Irre, die ihren Wald betreten, um sie dann unbemerkt zu fangen und zu verspeisen.

Ihr Wesen ist durchzogen von einer mystischen Wildheit – sie sind Fleischfresser, und die Grenzen zwischen Mensch, Tier und anderer Kreatur verschwimmen in ihrer Wahrnehmung. Für die Kitsunen sind alle Lebewesen potenzielle Nahrung, und sie haben keinerlei Skrupel, sich derer zu bedienen, die sich in ihrem Revier verirren. Der Tod ist für sie keine heilige Angelegenheit, sondern ein natürlicher Prozess, der in der Dunkelheit des Waldes seinen Lauf nimmt.

Doch trotz dieser grausamen Seite sind sie keineswegs ohne Ehrgefühl. Die Kitsunen sind Hüter einer tiefen, alten Kultur, die von Anstand, Respekt und einem gewissen Maß an Stolz geprägt ist. Sie haben die Kunst des Schamanismus perfektioniert und können die Seelen der Verstorbenen binden, um deren Macht für ihre eigenen Zwecke zu nutzen. Sie betrachten diese Gabe nicht als schändlich, sondern als eine natürliche Erweiterung ihrer spirituellen Verbindung zu den Kräften der Welt. Diese Fähigkeiten ermöglichen es ihnen, die Geister der Vergangenheit zu rufen und ihre Weisheit oder Energie in ihren eigenen Dienst zu stellen.

Kitsunen, die – aus welchem Grund auch immer – ihren angestammten Wald verlassen, verfallen oft einer unstillbaren Gier. Die Welt, in die sie eintreten, erscheint ihnen grenzenlos und verlockend, ein Ort der Fülle, der im krassen Gegensatz zu der Enthaltsamkeit steht, die ihr Leben unter ihresgleichen prägte. Jahre der Zurückhaltung, des Verzichts und der ständigen Rivalität mit anderen Kitsunen, deren Talente den eigenen stets ebenbürtig waren, münden in ein neues Dasein, wo sie sich plötzlich als herausragend empfinden. Ihre bloße Erscheinung wird vielerorts bewundert, ihre Worte wie Befehle befolgt, und ihre Fähigkeiten, einst nur von begrenztem Nutzen, eröffnen ungeahnte Möglichkeiten.

Inmitten dieser neuen Reize überkommt viele ein Gefühl der Überlegenheit. Sie erkennen die Schwäche und Naivität jener, die nicht ihre scharfen Sinne oder listigen Gedanken teilen, und sie erliegen der Versuchung, dies auszunutzen – nicht selten in maßloser Gier. Was beginnt als kleine List oder harmlose Manipulation, wächst schnell zu einem Hunger nach Kontrolle, einem Streben nach Macht, das sich in Größenwahn und Hochmut verwandeln kann. Die neue Welt ist ein Paradies der Möglichkeiten, doch für viele Kitsunen wird sie auch zu einem Abgrund, in dem sie sich verlieren.


Vorurteile

Bekannte Vorurteile gegen die Kitsun

In den Augen vieler Völker tragen die Fuchsmenschen den Stachel des Misstrauens, eine Aura der Gefahr, die sie zu Verbannten unter den Lebenden macht. Ihre Gabe, Illusionen zu weben und mit der Wirklichkeit zu spielen, hat ihnen den Ruf eingebracht, Meister der Täuschung zu sein – hinterhältig, unberechenbar, tödlich. Man sagt, sie seien heimliche Puppenspieler, die die Fäden des Schicksals ziehen, nicht um zu helfen, sondern um ihre eigenen, verborgenen Ziele zu verfolgen.

Flüsternde Stimmen am Lagerfeuer berichten von Ritualen, düster und grausam, von Blut, das im Schein des Mondes vergossen wird, und von Flüstern aus der Geisterwelt, das in ihren Wäldern widerhallt. Diese Geschichten sind oft gespickt mit Schrecken, doch sie nähren die Angst, dass die Fuchsmenschen nicht nur Illusionen schaffen, sondern auch die Wirklichkeit selbst biegen können. Für jene, die sie nicht kennen, sind sie mehr als nur Fremde – sie sind Schatten, die die Dunkelheit heimsuchen.

Vorurteile der Fuchsmenschen gegenüber anderen

Die Fuchsmenschen verachten die meisten anderen Völker, besonders die Menschen, deren kurzsichtige Gier und Zerstörungslust sie in ihren Augen als Bedrohung für das natürliche Gleichgewicht sehen. Sie glauben, dass die Menschen und andere Rassen in einer Illusion leben, dass ihre Gier nach Macht und Reichtum sie blind für die wahren Gesetze der Natur macht. Sie empfinden es als ihre Pflicht, diese Eindringlinge zu täuschen und in die Irre zu führen.

Besonders die Zivilisationen, die den Wald roden und die Natur gewaltsam für ihre Zwecke nutzen, werden von den Fuchsmenschen mit tiefem Hass erfüllt. Sie sehen diese Zivilisationen als Bedrohung für das empfindliche Gleichgewicht von Leben und Tod und sind gewillt, alles zu tun, um ihre Gebiete vor ihnen zu schützen.

Volk Meinung Behandlung
Menschen "Kurzsichtige Zerstörer" Manipulieren, meiden
Zwerge "Sture Holzfäller" Verachten, hinters Licht führen
Orks "Wilde Plünderer" Meiden, zu gefährlich
Elwen "Naturverbunden, aber naiv" Respekt, wenig Kontakt
Roiwen "Dunkle Bedrohung" Abscheu, sofort meiden

Stärken und Schwächen

Die größte Stärke der Fuchsmenschen ist ihre Fähigkeit zur Täuschung und Illusion. Als Schamanen und Illusionisten beherrschen sie die Kunst, die Wahrnehmung der Realität zu verändern und ihre Feinde zu verwirren. Ihre Fähigkeit, die Grenzen zwischen den Welten zu überschreiten, macht sie zu Meistern der Geisterwelt und der magischen Täuschung. In den tiefen Wäldern sind sie nahezu unsichtbar, ihre Bewegungen und Absichten von Natur aus verschleiert.

Jedoch haben sie auch ihre Schwächen. Ihre Isolation von den anderen Völkern hat sie in vielerlei Hinsicht anfällig für den Verlust von Verbündeten und Unterstützung gemacht. Ihre dunklen Rituale und ihre Verehrung des Todes werden von anderen oft als unheimlich und abstoßend empfunden. Ihre völlige Hingabe an die Natur und das geheimnisvolle Wissen über den Tod kann sie in den Augen anderer als fanatisch und gefährlich erscheinen lassen.

Stärken

Stärke Beschreibung
Illusionsmagie Meister der Täuschung und Tarnung
Gestaltwandel Können menschliche Gestalt annehmen
Schamanismus Können Geister binden und rufen
Intelligenz Extrem schlau und listig
Charisma Überzeugend, charmant
Langlebigkeit Leben Jahrhunderte, viel Wissen

Schwächen

Schwäche Beschreibung
Körperliche Schwäche Nicht stark im direkten Kampf
Isolation Zu sehr auf Wälder fixiert
Gier Werden von Reichtum/Status verführt
Misstrauen Vertrauen nicht leicht
Seltene Population Sehr wenige, schwer zu finden

Lebensräume und bevorzugte Biome

Fuchsmenschen leben in den abgelegensten Gebieten der Welt – tief in den Wäldern. Ihre bevorzugten Biome sind dichte, unerforschte Wälder, und mystische, von Nebel umhüllte Täler die schwer zugänglich sind. In diesen Gebieten können sie ihre Illusionen und magischen Fähigkeiten vollständig ausnutzen, um Eindringlinge zu verwirren und zu täuschen.

Bekannte Siedlungen

Siedlung Lage Funktion
Fuchshain Talrim (Tiefer Wald) Größte Kitsun-Siedlung
Schattenpfad Talrim (Verstecktes Tal) Ältesten-Rat
Mondlichtstadt Verschiedene Orte Getarnte Stadtviertel

Soziale Strukturen und Hierarchien

Die Kitsunen leben in kleinen, abgeschiedenen Gemeinschaften, die tief im Herzen ihrer Wälder verborgen sind. Diese sind in der Regel nur wenigen Eingeweihten bekannt und durchzogen von dichter Vegetation, die jeden Versuch, ihren Aufenthaltsort zu finden, nahezu unmöglich macht. Die Gemeinschaften bewohnnen meist einen Tempel welcher ihren den Zwillingsgöttinnen des Mondes gewidmet ist und bereits seit vielen Generationen besteht. Sie sind ein Volk mit großem Traditionsbewusstsein und werden von einem Oberhaupt geführt, das in der Regel ein Mann ist. Männer unter den Kitsunen sind jedoch äußerst selten und daher von hohem Ansehen und begehrt. Ihre Stellung in der Gesellschaft ist unermesslich, da sie als Hüter des Clans und als Träger des Erbes angesehen werden. Die Geburt eines männlichen Kitsunen ist ein seltenes und gefeiertes Ereignis, und die jungen Männer genießen in ihrer Gesellschaft eine nahezu göttliche Verehrung.

Da es jedoch eine solche Seltenheit ist, einen männlichen Nachkommen zu zeugen, stehen die Kitsunen vor einer beständigen Gefahr: Die Linie des Oberhauptes könnte aussterben. Sollte es über mehrere Jahrzehnte hinweg keine männlichen Nachkommen geben, geraten die Gemeinschaften in eine prekäre Lage. Denn nur ein männlicher Kitsune kann den Clan anführen. Ein weibliches Oberhaupt, das aus den weiblichen Mitglieder des Clans gewählt wird, ist unvorstellbar. Die Kitsunen betrachten das Fehlen männlicher Nachkommen oft als eine Strafe der Göttinnen des Silbermondes für ein begangenes Vergehen. Diese Auffassung wird von vielen als eine Last verstanden, die das Volk trägt – ein Zeichen für den Fehler eines Einzelnen oder vielleicht der gesamten Gemeinschaft.

Die Kitsunen verehren die Göttinnen des Silbermondes, deren Tempel tief im Wald errichtet wurden, um ihren Gaben und ihrer Weisheit zu huldigen. Es sind diese Göttinnen, die den Kitsunen ihre besonderen Fähigkeiten verleihen – von der Kunst der Illusion und Täuschung bis hin zur mystischen Macht des Schamanismus, mit der sie die Seelen der Verstorbenen binden können. Der Silbermond ist das Zentrum ihrer spirituellen Welt, und das tägliche Leben der Kitsunen ist durchdrungen von Rituale und Gebeten, die ihre Verbindung zu diesen mächtigen, übernatürlichen Wesen stärken sollen.

Die Interaktion zwischen den verschiedenen Clans ist minimal. Man könnte sagen, dass die Kitsunen in ihrer Existenz selbstgenügsam sind und sich nur selten mit anderen Clans austauschen. In den wenigen Fällen, in denen die Oberhäupter der Clans zusammenkommen, tun sie dies nur, um über essenzielle Dinge zu beraten – doch diese Treffen sind außergewöhnlich und erfolgen nur alle paar Jahre. In der Regel meiden die verschiedenen Clans einander, jeder in seinem abgelegenen Tempel in der Wildnis, wo er und seine Gefährten in Stille und Abgeschiedenheit leben.

Der höchste Rang, den eine weibliche Kitsune erlangen kann, ist jener der „Himmlischen". Sobald eine Priesterin des Mondes diesen Status erreicht hat, darf sie den „Aufstieg" vollziehen – ein uraltes Ritual, das sie ihr Leben beenden und in den formlosen Zustand übergehen lässt. In dieser transzendenten Gestalt wird sie zur ewigen Hüterin ihres Clans und des Waldes, wobei sie die Rolle der bisherigen Hüterin übernimmt. Die alte Hüterin, nun abgelöst, darf selbst den Pfad des Silberlichtes beschreiten, der sie zur göttlichen Vereinigung mit den Göttinnen des Mondes führt. Dort wird sie zu einer göttlichen Präsenz, als Teil des Mondlichts das die Dunkelheit erhellt und über das Land wacht - ihre Weisheit in die Tiefen der Natur einfließen lässt.

Die verbleibenden Priesterinnen, als „Irdene" bekannt, müssen sich zunächst durch ihre Taten und Dienste beweisen. Stirbt eine „Irdene", bleibt ihre Seele zunächst im Heiligtum, um weiterhin dem Wald und dem Clan zu dienen. Bevor sie ebenfalls aufsteigen darf, verrichtet ihre wandernde Seele in dieser Zwischenzeit wertvolle Dienste. Diese geisterhaften Erscheinungen, die im Volksmund als Irrlichter bezeichnet werden, beschützen den Wald: Sie täuschen Eindringlinge, führen sie in die Irre oder flößen ihnen Furcht ein. So agieren die Irrlichter als unsichtbare Wächter, die den übrigen Priesterinnen dabei helfen, die Unversehrtheit des Waldes und die Geheimnisse ihres Clans zu bewahren.

Kitsun-Hierarchie

                    ┌─────────────────┐
                    │ OBERHAUPT       │
                    │ (Männlich)      │
                    └────────┬────────┘
                             │
              ┌──────────────┼──────────────┐
              │              │              │
              ▼              ▼              ▼
     ┌────────────────┐ ┌──────────┐ ┌─────────────┐
     │ HIMMLISCHE     │ │ IRDENE   │ │ SCHAMANEN   │
     │ (Aufgestiegene)│ │ (Priester)│ │ (Geistliche)│
     └───────┬────────┘ └────┬─────┘ └──────┬──────┘
             │               │               │
             └───────────────┼───────────────┘
                             │
              ┌──────────────┼──────────────┐
              │              │              │
              ▼              ▼              ▼
     ┌────────────────┐ ┌──────────┐ ┌─────────────┐
     │ WÄCHTER        │ │ DIENER   │ │ IRRWICHTER  │
     │ (Beschützer)   │ │ (Helfer) │ │ (Geister)   │
     └────────────────┘ └──────────┘ └─────────────┘

Leben

Weibliche Kitsunen erreichen im Durchschnitt ein Alter von 650 Jahren, während ihre männlichen Artgenossen bis zu 900 Jahre alt werden können. Diese Diskrepanz in der Lebensspanne liegt darin begründet, dass weibliche Kitsunen früher oder später den Status der „Himmlischen" erreichen und dadurch ihr Leben im Rahmen des Aufstiegsrituals beenden. Ohne dieses Ritual könnten auch sie ein Alter von etwa 900 Jahren erreichen. Unter den Tiermenschen gelten die Kitsunen als das langlebigste Volk, was nicht zuletzt ihrem Segen und der Magie geschuldet ist, die tief in ihren Wesen verwurzelt sind. Aufgrund ihrer starken Verbindung zur Welt der Geister und dem natürlichen Magiefluss gelten sie als „Magische Wesen", die über besondere Kräfte verfügen.

Für jedes Jahrhundert, das eine Kitsune in der sterblichen Welt verweilt, wächst ihr ein weiterer Schweif, und diese Schweife sollen einen Großteil ihrer Macht beherbergen. Je mehr Schweife eine Kitsune besitzt, desto mächtiger ist sie – ein Zeichen der Weisheit und Stärke, das in ihrer Kultur hoch geachtet wird.

Kitsunen werden in den heiligen Tempeln geboren, die sowohl ihr Zuhause als auch den Ursprung ihrer Bestimmung darstellen. Von Geburt an sind sie Dienerinnen der Göttinnen des Silbermondes, und ihre gesamte Existenz ist eng mit den heiligen Aufgaben des Tempels verwoben. Ihr Leben ist ein unaufhörlicher Kreislauf aus Dienst, Hingabe und der Entwicklung ihrer magischen Fähigkeiten, stets im Einklang mit den Geistern und Kräften der Natur, die sie umgeben und erfüllen.

Das düsterste Schicksal, das eine Kitsune ereilen kann, ist der langsame Verfall ihrer Tempelgemeinschaft durch das Ausbleiben männlicher Nachkommen. Ohne ein männliches Oberhaupt, das die spirituelle Führung und Fortführung des Clans sichert, steht die Gemeinschaft vor dem langsamen, aber unabwendbaren Ende. Die meisten Kitsunen akzeptieren dieses Schicksal als einen unergründlichen Willen der Göttinnen und treten ihm mit stoischer Resignation entgegen, während ihre Gemeinschaft langsam vergeht.

Doch es gibt jene Clans, die verzweifelt nach einem Weg suchen, ihr Erbe zu bewahren. In seltenen Fällen greifen sie zu drastischen Maßnahmen und beschließen, einen männlichen Nachkommen mit fremder Hilfe „herbeizuführen". Sie entführen männliche Individuen von benachbarten Völkern, in der Hoffnung, durch sie den Fortbestand zu sichern. Dieser verzweifelte Akt bleibt oft geheim, denn das Zugeben solcher Schwäche wäre für eine stolze Kitsunengemeinschaft undenkbar. Es ist daher kaum bekannt, ob solche Versuche tatsächlich Früchte tragen – doch für jene, die sich in solch einer Situation wiederfinden, gibt es kaum eine Aussicht auf Rückkehr.

Andere Kitsunen hingegen entscheiden sich, in die Welt hinauszuziehen, um in fernen Gegenden nach anderen Clans zu suchen, denen sie sich anschließen können. Auf ihren Reisen lernen sie nicht nur die Sitten anderer Völker kennen, sondern entwickeln oftmals ein tieferes Verständnis für die Kulturen jenseits ihrer Wälder. Einige von ihnen finden in diesen Begegnungen neue Lebenswege und entscheiden sich, in der Welt der anderen Völker zu verweilen und ihr Schicksal abseits der traditionellen Pfade zu suchen. So finden einige Kitsunen schließlich ihren Weg in die Städte und Dörfer der Menschen.

Menschen, deren Gespür für Magie meist stumpf ist und deren Augen oft blind für die Feinheiten der Verkleidung der Kitsunen, erkennen oft nicht, welch Wesen vor ihnen steht. Im Vergleich zu anderen Völkern stellen sie für die Kitsunen in vielerlei Hinsicht eine leichte Beute dar. Durch ihre angeborenen Talente an Täuschung und Charme sind Kitsunen in der Lage, Menschen um sich zu scharen und sie in den Bann ihrer anmutigen Erscheinung und rätselhaften Ausstrahlung zu ziehen. Oftmals lassen sich die Menschen von einer solchen Kitsune bedingungslos unterwerfen und dienen ihr aus einer Mischung aus Liebe und Verlangen.

Eine Kitsune kann in einer menschlichen Siedlung so ein Leben der Annehmlichkeit und Bequemlichkeit führen – zumindest so lange, bis der Schleier der Täuschung fällt und die Kitsune als vermeintliche Hexe und Verführerin entlarvt wird. Die Furcht der Menschen vor dem Unbekannten, die Angst vor ihrer übernatürlichen Macht, macht Kitsunen oft zur Zielscheibe von Misstrauen und Hass. In düsteren Momenten endet ihre Täuschung am Scheiterhaufen – ein Schicksal, das jede Kitsune kennt, die sich in die Nähe menschlicher Siedlungen wagt, und das dem gefährlichen Spiel mit den Gefühlen und Begierden der Menschen stets drohend im Hintergrund steht.

Lebensphasen

Phase Alter Beschreibung
Kindheit 0-80 Jahre Lernen, Magie erwacht
Jugend 80-100 Jahre Ausbildung, Bewährung
Erwachsenenalter 100-400 Jahre Arbeit, Familie, Dienst
Reife 400-600 Jahre Größter Einfluss
Alter 600-900 Jahre Ältester, Berater
Tod ~750 Jahre "Aufstieg" oder natürlich

Religion und Kultur

Religion

Kitsunen verehren verschiedene Geistwesen und Gottheiten:

  • Die Zwillingsgöttinnen des Silbermondes: Schöpferinnen der Kitsunen
  • Die Ahnengeister: Verstorbene Hüterinnen
  • Die Naturgeister: Beschützer der Wälder

Feste und Traditionen

Fest Bedeutung Häufigkeit
Silbermond-Fest Dank an die Zwillingsgöttinnen Monatlich (Vollmond)
Aufstiegsritual Himmlische werden zu Geistern Nach Bedarf
Schweifweihe Neuer Schweif wächst Alle 100 Jahre
Ahnenruf Gedenken der Verstorbenen Jährlich

Bekannte Vertreter

Name Rolle Schweife Status
Oberhaupt Yumi Neunschwanz Anführerin des Ältestenrats 9 Lebendig (~850 Jahre)
Händler Foxgold Reichster Kitsun 3 Lebendig (~280 Jahre)
Spionin Schattenfuchs Beste Informantin 4 Lebendig (~420 Jahre)

Quellen & Verweise

Interne Verweise

  • Menschen (Leicht zu manipulieren)
  • Zwerge (Sture Holzfäller)
  • Orks (Wilde Plünderer)
  • Elwen (Naturverbunden, aber naiv)
  • Roiwen (Dunkle Bedrohung)

Regelwerk


Zurück zu: Völker in Kankadas | Kankadas MEMORY