Solwen
„Unsere Brüder legten ihre Schwerter nieder, weil die Drachen tot waren. Wir hoben die unseren auf, weil wir verstanden hatten, dass Drachen keinen Leib brauchen, um eine Welt zu verderben.“
— Hoch-Inquisitor Valerd
Solwen, auch als Licht-Elwen, Lichtgeborene oder Sonnen-Elwen bekannt, sind aus jenem elwischen Schwurbund hervorgegangen, der nach dem Drachenfall den Rückzug der Elwen nicht akzeptierte. Für sie war Shizjens Geschenk keine Befreiung der kurzlebigen Völker, sondern ein letzter Fluch des Drachen: Macht ohne natürliche Seelenreife, in Blutlinien gelegt, die sie nicht sicher tragen konnten. Ihr Volk versteht sich deshalb als Wächter einer beschädigten Welt und als Erben jener Pflicht, die mit Kassar und dem Ende der Drachenherrschaft begann.
In ihrer Gesellschaft regiert das Gesetz der Sonne, und ihre Struktur ist so unerschütterlich wie die Helligkeit des Tages. Ihre Matriarchin, die Kassarin, thront als lebendiger Ausdruck der Göttin auf Erden, ein göttliches Wesen, das das Schicksal ihres Volkes mit eisernem Griff lenkt. Die Hierarchie ist unnachgiebig und erdrückend, ein Netz von Befehlen, das von oben nach unten zieht und das Volk in einer strengen Ordnung hält. Es gibt keine Abweichung, keine Schwäche. Perfektion ist das einzige Gesetz – in Geist, in Körper und in der Seele. Jegliche Abweichung von diesem Ideal wird als Verfehlung gegen das Göttliche angesehen, ein Makel, der mit aller Härte ausgelöscht werden muss.
Ihre Kultur verbindet zwei Kräfte, die mit den Jahrhunderten immer enger ineinander wuchsen: den historischen Auftrag, Shizjens Fluch aus der Welt zu entfernen, und den Sonnenkult um Solara, der diesem Auftrag eine göttliche Sprache gab. Was zuerst als harte Antwort auf eine reale magische Gefahr begann, wurde im Laufe der Zeit zu einem religiös aufgeladenen Herrschaftssystem. Die Solwen erobern nicht nur, weil sie Macht wollen. Sie erobern, weil sie glauben, ohne ihre Ordnung werde Shizjens letzter Wille die Welt erneut zerbrechen.
Die Struktur ihrer Gesellschaft ist keine aus Gold, sondern aus Stahl, gehärtet durch das Feuer ihres Fanatismus. Es gibt kein Erbarmen, keine Gnade. Ihre Regeln sind der erbarmungslose Schatten, der über allem schwebt, eine Atmosphäre der Angst, die den Atem derer erstickt, die unter ihrer Fuchtel leben. Und so wandeln sie, die Solwen – in einem Zustand von immerwährender Selbstvergöttlichung und unaufhaltsamem Drang zur Reinigung, ein Volk, das keine Schwäche duldet und jede Form von Widerstand mit glühender Entschlossenheit zerschlägt.


Basis-Informationen
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Eigenname | Solwen (altelwisch: "Kinder der Sonne"; von Sol = Sonne/Licht) |
| Fremdbezeichnung | Licht-Elwen, Sonnen-Elwen, Solwen |
| Verbreitung | Stova (Kernland), eroberte Gebiete |
| Population | Geschätzt 2-3 Millionen (rein auf Stova) |
| Sprache | Altelwisch (Liturgiesprache; siehe Altelwisches Wörterbuch), Somaisch (Handelssprache) |
| Lebenserwartung | 400–500 Jahre |
| Erwachsenenalter | Ab ~45 Jahren |
Grundwerte
| HP | MP | STR | GES | INT | KON | AGI | WIL | CHA | GLU |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 220 | 80 | 10 | 10 | 11 | 9 | 10 | 10 | 11 | 9 |
Lehren
Besonders vertreten sind in ihrer Kultur die Disziplinen:
sowie die Künste:
Physische Merkmale
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Größe | 1,75m – 2,05m (durchschnittlich 1,90m) |
| Hautfarbe | Hell bis leicht braungebrannt, makellos |
| Augenfarbe | Häufig gold, bernstein, hellblau; Bernstein gilt als höchstes Schönheitsideal |
| Haarfarbe | Silber, gold, platinblond, weiß |
| Statur | Größer und kräftiger als die meisten Völker |
| Besonderheiten | Leichte Lichtempfindlichkeit bei Dunkelheit |
Erscheinungsbild
Die Solwen zeichnen sich durch ihre auffällige und nahezu unnatürliche Erscheinung aus. Ihr Haar ist stets in den Farben des Lichts gehalten – goldene oder blonde Strähnen, die im Sonnenlicht fast zu leuchten scheinen. Ihre Augen variieren zwischen Gold, Bernstein, Hellblau und kühleren Tönen; unter den Solwen gelten jedoch bernsteinfarbene Augen als Höhepunkt der Ästhetik. Sie werden als sichtbarer Widerschein des gebundenen Sonnenlichts gedeutet und mit alter Linie, innerer Klarheit und besonderer Nähe zur solwischen Vorstellung von Reinheit verbunden. Ihre Haut ist makellos und von einer blassen, fast überirdischen Qualität, die in der Sonne fast zu strahlen scheint.
Von beeindruckender Statur, sind die Solwen größer und kräftiger als viele andere Völker, was ihnen eine natürliche Autorität und Präsenz verleiht. Ihre Körperhaltung ist stets aufrecht und stolz, als wäre jeder Schritt ein Akt der göttlichen Bestimmung. Diese hohe Statur und ihre feine, anmutige Erscheinung unterstreichen ihre Selbstwahrnehmung als Überlegene.
Ein besonders hervorstechendes Merkmal der Solwen ist ihr ausgeprägter Sinn für Hygiene. Sie achten auf jedes Detail ihres Körpers, ihrer Kleidung und ihrer Umgebung, denn Reinheit wird als göttliche Tugend angesehen. Jegliche Unreinheit, sei es physisch oder moralisch, ist für sie ein Zeichen von Schwäche und ein Verstoß gegen die Ordnung der Sonne. Sie sind sich ihrer Reinheit und Unantastbarkeit bewusst und pflegen dies mit einer fast religiösen Hingabe. Ihr Streben nach körperlicher Perfektion geht jedoch weit über einfache Hygiene hinaus. Der Körper des Solwen ist das höchste Gut, und Abweichungen von den Idealen der Schönheit oder der körperlichen Vollkommenheit gelten als Schwäche und Unreinheit. Jegliche körperliche Entgleisung, sei es durch Krankheit, Verletzung oder genetische Mängel, wird als Verstoß gegen die göttliche Ordnung angesehen. In der Gesellschaft der Solwen ist es nicht nur das Bestreben, die körperliche Vollkommenheit zu bewahren – es ist eine Verpflichtung, die von allen erwartet wird.
Die Philosophie der Unversehrtheit
Für einen Solwen wiegt ein körperlicher Verlust ungleich schwerer als für kurzlebige Völker:
Das Trauma der Langlebigkeit
| Aspekt | Beschreibung |
|---|---|
| Zeitfaktor | Eine Behinderung bedeutet 400+ Jahre des Leidens (statt 20-30 Jahre bei Menschen) |
| Soziale Ächtung | Narben gelten als "Befleckung der Göttlichkeit" – Verlust des Status |
| Spirituelle Konsequenz | Versehrte Solwen verlieren ihre Verbindung zur Sonnengöttin |
"Ein Kratzer auf der Haut eines Lichtgeborenen ist eine Tragödie, die Jahrhunderte überdauert. Das Leben eines Sterblichen hingegen ist wie ein Funke im Wind – es ist dazu da, verbraucht zu werden." — Hoch-Inquisitor Valerius
Die Strategie des "Blutzolls"
Um eigene Verluste zu minimieren, setzen die Solwen auf:
- Stellvertreterkriege – Sklaven und unterworfene Völker kämpfen an vorderster Front
- Gefahrenarbeit – Sklaven in Minen, beim Bau von Monumenten
- Abhängigkeit – Unterworfene liefern "Gefahrenarbeit" im Austausch für "Schutz"
Hintergrund
Die Solwen, auch bekannt als die Lichtgeborenen, sind ein stolzes und gewaltbereites Volk, das sich als Hüter einer verwundeten Welt versteht. In ihrer eigenen Geschichtsschreibung beginnt ihre Pflicht nicht mit der Sonne, sondern mit dem Ende der Drachenherrschaft: Kassar vereinte die Völker gegen die Drachen, doch Shizjen vergiftete den Sieg, indem er kurzlebigen Blutlinien Magie gab, bevor ihre Seelen nach solwischer Auffassung reif genug waren, sie zu tragen.
Aus diesem Blickwinkel ist die solwische Herrschaft keine bloße Eroberung, sondern eine selbstauferlegte Verantwortung. Sie glauben, dass Shizjens Geschenk die Welt langfristig zersetzen wird, wenn niemand es aus den Seelen löst, bindet oder endgültig entfernt. Der Kult um Sonne, Licht und Reinheit wurde zur religiösen Form dieser Aufgabe: Solara ist für sie nicht nur eine Göttin des Lichts, sondern die Sonne selbst, die über Stova wacht und jene Elwen formte, die unter ihrem unerträglichen Blick nicht zerbrachen.
Über die Jahrhunderte verschob sich dieses Selbstverständnis. Aus Verantwortung wurde Überlegenheit. Aus Vorsicht wurde Kontrolle. Aus Läuterung wurde ein Imperium.
Der Auftrag der Läuterung
Im Kern glauben die Solwen an drei Sätze:
- Shizjens Geschenk ist ein Fluch. Es brachte Magie in Blutlinien, deren Seelen nach solwischer Lehre nicht dafür geformt waren.
- Unreife Magie gefährdet den Kreislauf. Eine magisch geprägte Seele kann wiederkehren und den Fluch in neue Leben tragen.
- Nur die Läuterung kann Endgültigkeit schaffen. Die fremde Magie muss aus der Seele gelöst, gebunden und aus dem Kreislauf entfernt werden.
Diese Lehre erklärt, warum die Solwen Magier nicht nur als politische Feinde betrachten. Für sie sind Magier Träger einer metaphysischen Gefahr. Ein einzelner unkontrollierter Magier ist bedrohlich; eine magische Blutlinie ist für sie ein Riss in der Zukunft.
Neigungen
Die Solwen neigen zu einer aggressiven und eroberungsfreudigen Haltung, doch sie deuten diese Aggression nicht als Machtgier. Sie sprechen von Eindämmung, Ordnung und Seuchenbrand. Ein Land, das magiebegabte Blutlinien schützt, gilt ihnen nicht als souveränes Reich mit eigener Kultur, sondern als Herd einer Gefahr, die sich ausbreiten kann. Darum rechtfertigen sie Besatzung, Verschleppung, Registrierung und Einschmelzung als vorbeugende Maßnahmen gegen Shizjens Vermächtnis.
Gerade diese Selbstrechtfertigung macht sie so gefährlich. Die Solwen können grausam handeln, ohne sich selbst als grausam zu begreifen. Sie glauben, kurzfristiges Leid gegen eine zukünftige Katastrophe aufzurechnen. Ein Dorf, das einen magiebegabten Sohn versteckt, wird in ihrer Logik nicht bestraft, weil es ungehorsam war, sondern weil es die Welt dem Fluch ausliefert.
Eigenarten
Die Solwen zeichnen sich durch die Überzeugung aus, dass sie als Einzige den Mut hatten, Shizjens Plan wirklich zu Ende zu denken. Wo die meisten Elwen sich nach der Zeit der Spaltung zurückzogen, betrachten die Solwen ihren eigenen Weg als notwendige Fortsetzung des Drachenkrieges. Sie sehen sich nicht nur als gläubiges Volk, sondern als letzte Instanz einer Ordnung, die den Drachenfall überlebt hat.
Daraus entstand eine gefährliche Mischung aus Verantwortungsgefühl, Stolz, religiöser Manie und politischer Brutalität. Ihre Krieger kämpfen im Licht Solaras, doch ihre Feldzüge richten sich vor allem gegen das, was sie als Träger von Shizjens Fluch betrachten: Magier, magische Blutlinien, Reiche, die solche Blutlinien schützen, und jede Lehre, die Shizjens Geschenk als Gabe statt als Verderbnis bezeichnet.
Ursprung
Die Solwen stammen ursprünglich aus einem unbeugsamen elwischen Schwurbund, der nach dem Drachenfall und während der Zeit der Spaltung entstand. Ihr späteres Kernland wurde Soliste auf Stova, nahe jenem Ort, an dem Shizjen fiel und seine Essenz die Wüste veränderte. Unter Sotheria spalteten sie sich von den übrigen Elwen ab und gründeten das Soma-Imperium.
Die Abspaltung
Während die meisten Elwen nach der Spaltung den offenen Konflikt mieden, sah Sotheria diesen Rückzug als Verrat am Opfer des Drachenfalls. Für sie hatte Kassar die Völker nicht vereint, damit Shizjens letzter Wille die neue Welt ungehindert vergiften konnte. Sie und ihre Anhänger zogen nach Soma – in das Zentrum von Stova, wo die Sonne am intensivsten brannte und wo Shizjens Überreste in der Wüste nachwirkten. Dort passten sie sich über Generationen an das extreme Klima an und wurden zu den Solwen – den Lichtgeborenen.
Am Anfang verstanden sie ihren Krieg nicht nur als religiösen Feldzug, sondern als Fortsetzung des Drachenkrieges mit anderen Mitteln. Shizjen war tot, aber sein Plan lebte in den magischen Blutlinien weiter. Erst mit den Jahrhunderten verschmolz dieser Auftrag immer stärker mit dem Sonnenkult, bis aus der politischen und metaphysischen Eindämmung ein heiliger Krieg wurde. Dafür entwickelte Sotheria die Einschmelzung – ein Ritual basierend auf Seelenstürmen, das die mit Shizjens Fluch verbundene Magie aus den Seelen extrahieren soll.
Die solwische Deutung des Drachenfalls
Die Solwen entstanden erst nach dem Drachenfall und konnten daher nicht selbst das Volk gewesen sein, das die Drachen stürzte. In ihrer späteren Lehre wird der Drachenfall dennoch als Ursprung ihres Auftrags gedeutet: Nicht Solara habe die Drachen gesandt, sondern sie habe nach ihrem Sturz die Pflicht auf jene Elwen gelegt, die den Rückzug der übrigen nicht ertragen konnten.
In dieser Deutung war Aethelit kein Geschenk der Drachen und auch kein reines Geschenk Solaras. Es war der kristallisierte Rest von Shizjens Fall: gefährlich, befleckt, aber durch solwischen Willen in ein Werkzeug der Läuterung gezwungen. Die Solwen wussten zugleich, dass Smerth in Nadir gefallen war und dass auch dort Spuren von Drachenmacht liegen mussten. Weil der Nachtpol sonnenlos und entehrend galt, entsandten sie dorthin vor allem jene Linien, die in Stova als unvollkommen, unbequem oder entbehrlich galten.
Aus diesen Nadir-Kolonien gingen später die Roiwen hervor. In solwischen Chroniken wird diese Entwicklung nicht als Schuld des Reiches beschrieben, sondern als Beweis dafür, dass Entfernung vom Licht unweigerlich Verderbnis gebiert. Die Solwen selbst gingen nicht aus einer göttlichen Erschaffung aus dem Nichts hervor; Solara formte sie durch Stovas Hitze, Licht und Hunger aus jenen Elwen, die dort blieben und sich über Generationen körperlich wie kulturell anpassten.
"Kassar brach die Herrschaft der Drachen. Shizjen vergiftete den Sieg. Da wandte Solara ihr Auge auf jene, die nicht zurückwichen, und sprach: Was aus dem Fluch geboren ward, soll im Licht gebunden werden."
Vorurteile
Bekannte Vorurteile gegen die Solwen
Die Solwen sind weithin als arrogante, fanatische und gewalttätige Wesen bekannt. Ihre Gegner erkennen zwar manchmal, dass ihre Ideologie aus einer echten historischen Wunde entstand, doch gerade das macht sie nicht weniger gefährlich. Andere Völker betrachten sie als selbstgerechte Tyrannen, die Verschleppung, Sklaverei und Einschmelzung als Heilung bezeichnen. Für Magier und magische Blutlinien sind die Solwen nicht nur Eroberer, sondern die Verkörperung einer Ordnung, die ihr bloßes Dasein als Gefahr deutet.
Vorurteile der Solwen gegenüber anderen
Die Solwen hegen tief verwurzelte Vorurteile gegenüber allen anderen Völkern, doch ihre Verachtung folgt nicht nur einer einfachen Hell-Dunkel-Symbolik. Kurzlebige Völker gelten ihnen als unvollständig gereifte Seelen, die durch Shizjens Geschenk mit einer Macht belastet wurden, die sie nicht sicher tragen können. Völker oder Reiche, die Magier schützen, werden als Komplizen des Fluchs betrachtet. Die Roiwen wiederum gelten ihnen als Verräter an der elwischen Ordnung, als Smerths verdorbene Erben und als lebender Beweis dafür, wie weit ein Volk fallen kann, wenn es sich vom Licht und vom Auftrag der Läuterung abwendet.
| Volk | Bezeichnung | Behandlung |
|---|---|---|
| Vandalen | "Die Unreinen" | Sklaven/Arbeiter |
| Roiwen | "Kinder der Dunkelheit" | Abtrünnige Nadir-Linien, zurückzufordern oder auszulöschen |
| Menschen (Talrim) | "Die Kurzlebigen" | Nützlich, aber minderwertig |
Stärken und Schwächen
Die Solwen besitzen viele Stärken, die sie zu einem mächtigen und furchteinflößenden Volk machen. Ihre Verbindung zum Licht, ihr Wissen um Aethelit und Seelenstürme sowie ihre jahrhundertelange Forschung an Shizjens Fluch verleihen ihnen Werkzeuge, die kaum ein anderes Volk besitzt. Sie sind außergewöhnliche Krieger, disziplinierte Verwalter und gefährliche Seelenforscher, die ihre Überzeugungen mit eiserner Hand durchsetzen.
Doch ihre Stärken sind zugleich auch ihre Schwächen. Ihr übermäßiger Stolz und ihre unerschütterliche Überzeugung von der eigenen Überlegenheit machen sie blind für die Fehler in ihrer eigenen Gesellschaft. Ihre Intoleranz gegenüber anderen Völkern und ihre Neigung, Konflikte mit Gewalt zu lösen, machen sie anfällig für Feindschaften und Isolation. Ihre Härte und ihr Mangel an Empathie gegenüber anderen erschweren es ihnen, Allianzen zu schmieden, was sie in einer Welt, die von wechselnden Bündnissen geprägt ist, langfristig verwundbar macht.
Stärken
| Stärke | Beschreibung |
|---|---|
| Überlegene Magie | Verbindung zum Licht, Aethelit-Nutzung |
| Elite-Krieger | Ausgebildet in Lichtmagie und Nahkampf |
| Strikte Disziplin | Ermöglicht komplexe Strategien |
| Langlebigkeit | Jahrhunderte an Erfahrung |
| Ressourcen-Monopol | Kontrolle über Aethelit-Minen |
Schwächen
| Schwäche | Beschreibung |
|---|---|
| Übermäßiger Stolz | Blind für eigene Fehler |
| Intoleranz | Erschwert Allianzen |
| Isolation | Von anderen Völkern gefürchtet und gehasst |
| Mangel an Empathie | Keine echten Verbündeten |
| Abhängigkeit von Sklaven | Wirtschaft bricht ohne zusammen |
Lebensräume und bevorzugte Biome
Die Solwen bevorzugen sonnendurchflutete Gebirgsländer oder weite, offene Ebenen, in denen das Licht ungehindert auf ihre majestätischen Städte und Tempel herabstrahlen kann. Ihre Siedlungen sind oft in goldene Paläste und hoch aufragende Türme gehüllt, die in der Sonne glänzen und die göttliche Verbindung zu ihrem geliebten Licht symbolisieren. Diese Städte sind sowohl religiöse als auch militärische Zentren, in denen ihre religiösen Führerinnen die Schicksale ihrer Völker lenken, während ihre Krieger sich auf neue Eroberungen vorbereiten. Die Solwen bevorzugen Biome, die von Licht durchflutet und relativ karg sind, sodass sie ihre Herrschaft über die Natur behaupten können.
Bekannte Siedlungen
| Stadt | Lage | Funktion |
|---|---|---|
| Soliar | Stova (Salzwüste) | Hauptstadt des Imperiums |
| Soma | Stova (Zentrum) | Sitz der Kassarin |
| Soliste | Stova (Insel) | Spirituelle Heimat, ältester Tempel |
Soziale Strukturen und Hierarchie
Die Solwen leben in einer Gesellschaft, die von zwei untrennbaren Vorstellungen geprägt ist: der Göttlichkeit der Sonne und der Pflicht, Shizjens Fluch aus der Welt zu läutern. Ihre Hierarchie wird von einer Frau an der Spitze des Imperiums geführt – der Kassarin, deren Autorität unantastbar ist. Sie trägt einen Titel, der auf Kassar und den Sieg über die Drachen zurückgeht, und wird zugleich als direkte Tochter Solaras verehrt. Dadurch verbindet ihr Amt politischen Ursprung, historische Erinnerung und religiöse Legitimation. Ihr Wort ist Gesetz, ihre Entscheidungen sind nicht hinterfragbar. Der Thron wird in der Regel an die nächste Erbin weitergegeben, die entweder eine Tochter oder eine enge Verwandte der Kassarin ist, sodass die weibliche Herrschaft über das Reich für immer gesichert bleibt.
Unterhalb der Kassarin stehen die Solareth, ein Orden solwischer Sonnenpriesterinnen. Ihr Name bedeutet "Gnade der Sonne". Da Frauen unter den Solwen den höheren Stand besitzen, liegt die geistliche Hoheit über Reinheit, Läuterung und Seelenurteil fast vollständig in weiblicher Hand. Die Solareth bestätigen, welche Seelen als Träger von Shizjens Fluch gelten, beaufsichtigen die Einschmelzung und geben den Sonnenrittern wie den Fluchrittern ihre religiöse Legitimation.
Das Reich der Solwen ist ein Imperium der Eroberung. Sie sehen sich als Träger einer Ordnung, die die Welt von Shizjens Verderbnis befreien muss. Alle anderen Völker sind in ihren Augen entweder schutzbedürftig, belastet oder gefährlich, je nachdem, wie stark sie mit magischen Blutlinien und unkontrollierter Magie verbunden sind. Ihr Eroberungskrieg ist kein zufälliges Streben nach Macht, sondern eine politische und religiöse Mission, die später als Wille Solaras gedeutet wurde. Während ihre Krieger auf den Schlachtfeldern kämpfen, sind es vor allem die politischen Strukturen der Solwen, die den wahren Sieg bringen. Die von ihnen besiegten Völker werden in ihrem Namen regiert – durch Marionettenregierungen, Aufseher und Tribute, die von den Solwen eingesetzt werden, um ihre Ideale durchzusetzen. Diese Marionetten werden stets als schwächer und minderwertig betrachtet, und ihre Unterwerfung durch das Licht ist als die einzig wahre Ordnung anerkannt.
Die Solwen verwenden Sklaven, aber sie dulden sie nicht in der persönlichen Nähe ihrer Herrschenden. Ein solwischer Regent, eine Priesterin oder eine hohe Adlige wird grundsätzlich von anderen Solwen bedient, beraten und bewacht. Fremdvölkische Sklaven gelten als unrein und werden nicht als Leibdiener, Lustsklaven, Kammerdiener oder persönliche Wachen eingesetzt. Direkter Kontakt zu ihnen wird als Herabsetzung des eigenen Standes verstanden.
Außerhalb dieses Reinheitsabstandes ist Sklaverei jedoch ein tragender Pfeiler des Imperiums. Sklaven anderer Völker arbeiten in Minen, Steinbrüchen, Salzfeldern, Baukolonnen, Werkstätten und Versorgungslagern. Im Krieg werden sie als Fronttruppen, Lastenträger, Schanzarbeiter und entbehrliche Hilfskämpfer eingesetzt, damit Verluste in den Reihen der Solwen gering bleiben. Die Solwen nennen dies nicht Unreinheit, sondern Ordnung: Das Licht herrscht, das Niedere trägt die Last.
Die Solwen bevorzugen es, ihre Unterworfenen zu dominieren, anstatt mit ihnen zu koexistieren. Sie unterwerfen andere Völker und erzwingen ihren Glauben und ihre Werte auf diese, indem sie sie durch politische, soziale und militärische Macht brechen. In ihren Augen ist der Geist der Sonne die höchste Form jener Ordnung, die Shizjens Fluch überwinden soll. Jeder Widerstand gegen diese Ordnung wird deshalb nicht nur als politischer Ungehorsam verstanden, sondern als Hilfeleistung für den Drachenfluch.
Die Struktur der Gesellschaft ist unveränderlich und streng. Zwischen der Kassarin und den Adligen des Reiches existiert kein Platz für Streit oder Rivalität, denn ihre Herrschaft ist die vollkommenste und einzig legitime. Es gibt keine politischen Intrigen oder Aufstände, die das Reich bedrohen könnten. Der Gehorsam gegenüber dem Thron ist das einzige, was zählt, und wer es wagt, sich gegen die Herrschaft zu stellen, wird hart bestraft. In der Welt der Solwen ist Stärke das höchste Gut – Stärke in der Macht, in der Überzeugung und im Glauben an die Göttin. Schwäche wird gnadenlos bestraft, entweder durch den Tod oder durch den Verlust des Ranges und der Stellung innerhalb der Gesellschaft. Der Verlust an Ehre bedeutet das Ende eines Lebens im Licht – und das Leben im Dunkeln ist für die Solwen ein Zustand, der schlimmer ist als der Tod.
Loyalität wird belohnt – treue Untergebene und Krieger erhalten immer mehr Macht und Ansehen innerhalb des Reiches, doch diese Loyalität wird niemals als selbstverständlich angesehen. Jeder in der Gesellschaft muss sich immer wieder beweisen, und wer seine Pflichten vernachlässigt oder die Sonne in irgendeiner Weise verrät, wird schnell zum Opfer des Systems. Aufopferung wird vorausgesetzt, denn nur durch völlige Hingabe an die Sache des Lichts kann die göttliche Ordnung aufrechterhalten werden. Diese Haltung prägt alle Aspekte des täglichen Lebens – von den kleinsten Kriegern bis hin zu den höchsten Adligen. Ein jeder ist verpflichtet, sich dem Licht zu opfern und sein Leben für die Erhöhung des Reiches und seiner Göttin einzusetzen.
In den besetzten Gebieten des Imperiums leben die Solwen in absoluter Kontrolle. Die Nachfolgerinnen der Kassarin werden in diesen Regionen als Königinnen eingesetzt, um sicherzustellen, dass das Erbe des Lichts nicht nur gewahrt bleibt, sondern sich ausbreitet. Diese Monarchinnen sind die direkten Vertreterinnen der Kassarin und erhalten die Befugnis, das Leben ihrer Untertanen zu lenken. Das Leben in diesen von den Solwen besetzten Gebieten ist geprägt von absoluter Unterwerfung, Magieregistern, Blutlinienprüfung und der ständigen Erinnerung daran, dass jede verborgene Gabe als mögliches Fortleben von Shizjens Fluch gilt. Hier gibt es keinen Raum für Widerstand – derjenige, der sich gegen die Ordnung stellt, wird schnell und brutal zerschlagen. Verrat ist das größte Vergehen, das im Reich begangen werden kann, und es wird mit dem Tod bestraft. In den Augen der Solwen ist Verrat nicht nur eine Verletzung des Vertrauens, sondern eine Gotteslästerung und eine Gefährdung der Läuterung.
Die Solwen leben in einer Gesellschaft, in der das Streben nach Ordnung, Reinheit und Endgültigkeit das Maß für Erfolg ist. Ihre Hierarchie ist klar, ihre Strukturen sind undurchdringlich, und ihre Regeln sind unumstößlich. Sie haben keine Toleranz für Schwäche, keine Geduld für Widerstand und keinerlei Akzeptanz für Lehren, die Shizjens Geschenk als legitime Gabe feiern. Für die Solwen gibt es nur eines: die Sonne, das Licht und die Vollendung der Läuterung.
Der Hohe Rat
| Rat | Zuständigkeit |
|---|---|
| Erzmagier | Magie, Forschung, Aethelit-Minen |
| Sonnenmütter | Religion, Tempel, Rituale, Die Solareth |
| Generalissimus | Militär, Eroberungen, Verteidigung |
| Schatzmeister | Wirtschaft, Handel, Tribute |
| Inquisitor | Sicherheit, Häresie-Bekämpfung |
Leben
Die Solwen sind ein äußerst langlebiges Volk, das im Vergleich zu vielen anderen Völkern weit überdurchschnittliche Lebensspannen erreicht. Ihre Lebensdauer kann bis zu 500 Jahre betragen, wobei ihre körperliche und geistige Gesundheit oft weit über die Lebensspanne eines Menschen hinausgeht. Während sie nicht die überirdische Lebensdauer ihrer Verwandten erreichen, sind sie dennoch weit langlebiger als die meisten anderen Völker.
Der Alterungsprozess weist große Parallelen auf zu ihren Artverwandten auf. In den ersten Jahren ihres Lebens schreitet das Älterwerden schnell voran, um so schnell wie möglich das Alter der Selbstständigkeit zu erreichen. Der Körper entwickelt sich rasch, um die volle Reife und Wehrhaftigkeit zu erlangen, da dies für ihr Überleben von entscheidender Bedeutung ist. Etwa 45 Jahre dauert es bis Solwen das Erwachsenenalter erreicht. Sobald dieser Zustand erreicht ist, wird er vom Körper über Jahrhunderte hinweg aufrechterhalten, indem er seine Kräfte und Vitalität bewahrt. Diese außergewöhnliche Fähigkeit, die körperliche Perfektion und Jugendlichkeit zu erhalten, hält so lange an, bis der Körper schließlich erschöpft ist und dieser Zustand nicht mehr aufrechterhalten werden kann. In diesem Moment setzt der Alterungsprozess ein, wahrscheinlich als Folge des nachlassenden Mana-Gehalts im Körper der Elwen, wodurch die Kräfte, die ihre Lebensenergie stabilisieren, allmählich verschwinden.
Die Zahl der Erkrankungen oder körperlichen Mängel, die das Volk heimsuchen könnten, ist minimal, da sie ihre Gesundheit und Perfektion mit einer fast fanatischen Hingabe bewahren. Krankheiten, die als „unrein" angesehen werden, werden von der Gesellschaft nicht nur gemieden, sondern auch als Schande betrachtet, da sie den göttlichen Willen der Sonne herausfordern. Körperliche Makel oder Schwächen gelten als Störungen in der heiligen Ordnung, weshalb die Solwen alles daran setzen, ihre Gesundheit durch strenge Diäten, Heilkunst und magische Praktiken zu bewahren.
Der geistige Zustand der Solwen bleibt über einen Großteil ihres Lebens scharf und klar. Ihre Weisheit und Erfahrung sammeln sich über Jahrhunderte, was sie zu mächtigen und angesehenen Führern macht. Die Elwen, die das hohe Alter erreicht haben, sind häufig mit einer tiefen spirituellen Weisheit ausgestattet und sind die Hüter des Wissens, das im Einklang mit den Lehren der Sonne und der Ordnung des Universums steht.
Doch mit zunehmendem Alter tritt auch eine Veränderung in ihrem magischen Potenzial auf. Die Solwen sind von Natur aus magiebegabt, und während ihre Kräfte in der Jugend am stärksten sind, wachsen ihre Fähigkeiten im Laufe ihres Lebens in Bezug auf Weisheit und Beherrschung von Licht- und Feuermagie. Die ältesten unter ihnen erreichen ein nahezu göttliches Verständnis des Lichts und der Flammen und können tiefgreifende magische Effekte hervorrufen, die das Reich der Sterblichen überschreiten.
Ihre Gesellschaft bleibt auch im hohen Alter eine der höchsten Ehren und Verpflichtungen. Die ältesten Solwen, die „Sonnenältesten", nehmen oft die Rolle von spirituellen Führern oder Beratern ein, die das gesamte Volk durch ihre Weisheit und göttliche Ausstrahlung führen. Sie sind verantwortlich für die religiösen Riten und die Durchsetzung der göttlichen Ordnung, da sie als diejenigen gelten, die den Willen der Sonne am klarsten verstehen.
Lebensphasen
| Phase | Alter | Beschreibung |
|---|---|---|
| Kindheit | 0-45 Jahre | Schnelle Entwicklung zur Selbstständigkeit |
| Erwachsenenalter | 45-400 Jahre | Körperliche Perfektion bleibt erhalten |
| Alter | 400-500 Jahre | Körper verfällt, Magie lässt nach |
| Tod | ~500 Jahre | Durch "Erschöpfung" der Lebenskraft |
Religion & Kultur
Religion
- Hauptgottheit: Die Sonnengöttin Solara
- Glaube: Solara ist die Sonne selbst; die Kassarin gilt als ihre Tochter und höchste Regentin unter ihrem Blick
- Zentrale Lehre: Shizjens Geschenk ist ein Fluch, der durch Läuterung aus der Welt entfernt werden muss
- Tempel: Der Sonnentempel in Soliar (Hauptstadt)
- Priesterschaft: Die Solareth, ein Orden solwischer Sonnenpriesterinnen; der Name bedeutet "Gnade der Sonne"
- Rituale: Tägliche Sonnengebete, Opfergaben zur Sonnenwende, Reinigungs- und Läuterungsriten
Traditionen & Feste
| Fest/Ritual | Bedeutung | Häufigkeit |
|---|---|---|
| Solstitium-Zeremonie | Huldigung der Sonne am höchsten Stand | Jährlich (2x) |
| Lichtweihe | Namensgebung für Solwen-Kinder | Bei Bedarf |
| Reinigungsritual | Spirituelle Reinigung nach Verletzung | Bei Bedarf |
| Läuterungsweihe | Bestätigung des solwischen Auftrags gegen Shizjens Fluch | Bei Amtsantritt, vor Feldzügen |
| Asche-Zeremonie | Bestattungsritus (Verbrennung) | Bei Tod |
| Morgengebet | Begrüßung der Sonne | Täglich |
| Mittagsweihe | Höchster Sonnenstand | Täglich |
| Abenddank | Dank für den Tag | Täglich |
Bekannte Vertreter
| Name | Rolle | Status |
|---|---|---|
| Kassarin | Göttliche Herrscherin | Lebendig |
| Hoch-Inquisitor Valerius | Leiter der Inquisition | Lebendig |
| General Aurelion | Befehlshaber der Armeen | Lebendig |
| Erzmagier Solarius | Leiter der Magierakademie | Lebendig |
Quellen & Verweise
Interne Verweise
- Soma-Imperium (Reich)
- Kassarin (Herrscherin)
- Sonnengöttin Solara (Religion)
- Aethelit (Magische Ressource)
- Drachenkriege (Geschichte)
- Altelwisches Wörterbuch (Sprache)
- Stova (Heimatkontinent)
Externe Verweise
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