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Die Drachenkriege

"Und die Himmel brannten, und die Erde blutete, und aus dem Fall der Wächter ward die Freiheit der Völker geboren."
— Aus späteren Liedern der Asche


Basis-Informationen

Merkmal Beschreibung
Zeitalter Die Zeit der Asche
Dauer Geschätzt 50-100 Jahre
Ort Viele Schauplätze Kankadas; entscheidend vor allem Stova und Nadir
Beteiligte Kassar Leovis, Elwen und verbündete Völker gegen die Königsdrachen und ihre niederen Drachenheere
Ergebnis Bruch der Drachenherrschaft; mehrere Königsdrachen fallen, werden gebunden oder verschwinden
Folgen Entstehung von Aethelit, Seelenstürme, Shizjens Geschenk, Beginn der Zeit der Spaltung

Die Zeit vor dem Krieg

Vor den Drachenkriegen standen die Königsdrachen nicht einfach als Herrscher über Kankadas. Seit der Zeit der Götter galten sie als Weltensäulen: uralte Bewahrer von Leben, Tod, Feuer, Wasser, Erde, Licht, Wind und Schatten.

Mit dem Erwachen der Völker veränderte sich ihre Rolle. Was einst Bewahrung war, wurde zunehmend Kontrolle. Städte wurden begrenzt, Archive vernichtet, gefährliche Forschung verboten und ganze Siedlungen zurückgeworfen, wenn die Drachen glaubten, die Weltordnung sei bedroht.

Die Elwen standen in dieser Zeit zwischen den Drachen und den kurzlebigen Völkern. Sie waren alt genug, um die Sprache und Macht der Drachen zu verstehen, aber jung genug, um den Wunsch der Völker nach Zukunft zu teilen. Aus Vermittlern wurden Sammler, aus Sammlern Strategen, und aus Strategen die heimlichen Führer eines Krieges, der später als Drachenfall erinnert wurde.

Die Solwen existierten zu dieser Zeit noch nicht. Sie entstanden erst nach dem Drachenfall und der Zeit der Spaltung aus jenem elwischen Schwurbund, der den Rückzug der übrigen Elwen als Verrat deutete.


Der Kriegsverlauf

Phase 1: Der Aufstand

Der Krieg begann nicht mit einer einzigen Schlacht, sondern mit vielen Eingriffen und Gegenschlägen. Eine Stadt wurde vernichtet, weil sie zu groß wurde. Ein Archiv verbrannte, weil es zu tief in Seelenkunde forschte. Zwergische Tiefenstollen wurden versiegelt. Menschliche Fürsten mussten Waffen niederlegen.

Kassar Leovis gab dem Widerstand eine gemeinsame Erzählung:

"Die Drachen sind nicht die Welt. Die Welt gehört denen, die in ihr leben."

Dieser Satz machte aus Angst Widerstand und aus einzelnen Aufständen einen Krieg.

Phase 2: Der offene Krieg

Die Elwen wussten, dass Königsdrachen in offener Schlacht kaum zu besiegen waren. Deshalb suchten sie nicht den ehrlichen Zweikampf, sondern Erschöpfung, Täuschung und Trennung.

Ereignis Ort Bedeutung
Die falschen Städte Verschiedene Länder Drachen wurden zum Wüten verleitet, bis ihre Kraft erschöpft war
Die Opferstellungen Grenzlande und alte Schlachtfelder Verbündete Heere banden niedere Drachen und kauften Zeit
Die Trennung von Shizjen und Smerth Stova und Nadir Leben und Tod wurden voneinander getrennt
Shizjens Fall Stova Entscheidender Bruch der Drachenherrschaft

Phase 3: Der Drachenfall

Nicht alle Königsdrachen wurden getötet. Manche fielen körperlich. Manche wurden gebunden. Manche verschwanden. Manche zogen sich in unerreichbare Orte zurück. Andere verloren nur einen Teil ihrer Macht und konnten nicht länger als Wächter der Welt wirken.

Für die Völker zählte zunächst nur, dass die Drachenherrschaft brach.

Für Kankadas selbst war der Preis schwerer.

Mit jedem gefallenen Drachen wurde die Welt freier, aber auch verletzlicher.


Shizjens Fall und Aethelit

Unter allen Stürzen war Shizjens Fall der folgenreichste.

Shizjen, Königdrache des Lebens, fiel in Stova. Sein Tod war nicht nur ein militärischer Sieg, sondern ein Bruch im Gesetz der Seelenreife. Aus seinen weltlichen Überresten entstand mit der Zeit Aethelit. In der Wüste erwachten Seelenstürme, und das Land blieb von seinem Ende gezeichnet.

Doch Shizjens eigentliche Rache war nicht das Erz.

Mit seinem letzten Akt legte er einen Drachenfunken in die Blutlinien der kurzlebigen Völker. Was viele später als Geschenk sahen, nannten die Elwen einen Fluch: Magie ohne natürliche Seelenreife.


Die solwische Umdeutung

Die Solwen waren nicht die ursprünglichen Sieger des Drachenfalls. Dennoch beanspruchten sie später sein Erbe.

In ihrer Lehre wurde aus Kassars Sieg ein Auftrag Solaras. Sie behaupteten nicht mehr nur, Shizjens Fluch bekämpfen zu müssen. Sie deuteten sich selbst als jene, die den unvollendeten Krieg gegen Shizjen fortführen sollten.

"Kassar brach die Herrschaft der Drachen. Shizjen vergiftete den Sieg. Da wandte Solara ihr Auge auf jene, die nicht zurückwichen, und sprach: Was aus dem Fluch geboren ward, soll im Licht gebunden werden."

So wurde der Drachenfall zum heiligen Ursprung der späteren Läuterung.


Relikte des Krieges

Artefakt Beschreibung Verbleib
Drachenherz Kristallisierter Rest eines gefallenen Königsdrachen Bei der Kassarin
Die Schuppenklinge Schwert aus Drachenschuppe Im Sonnentempel
Der letzte Eid Schriftrolle, unterschrieben im Blut vieler Völker Geheim
Ort Beschreibung Status
Glaswüste Von Shizjens Fall gezeichnetes Zentrum Stovas Gefährlich, von Seelenstürmen heimgesucht
Felder der Asche Alte Schlachtfelder des Drachenfalls Heilig, verflucht oder umstritten
Soliste Spätere Zuflucht der Solwen Bewohnt
Nadir-Schlucht Überlieferter Ort von Smerths Fall Gefürchtet

Interpretationen

Elwische Chroniken

"Die Drachen mussten fallen, damit Kankadas eine Zukunft haben konnte. Doch der Sieg verletzte die Welt tiefer, als wir verstanden."

Solwische Lehre

"Die Drachen waren Tyrannen. Kassar brach ihre Herrschaft. Die Solwen erbten den schwersten Teil seines Sieges: den Fluch zu binden, den Shizjen zurückließ."

Kritik der kurzlebigen Völker

"Die Elwen führten den Krieg, aber andere Völker trugen viel Blut. Danach beanspruchten die Alten den Sieg, die Ordnung und sogar die Deutung der Opfer."

Roiwische Deutung

"Die Drachen wollten die Welt bewahren. Die Elwen wollten sie besitzen. Beide nannten es Pflicht."


Der Fluch der Drachen

Eine alte Inschrift in der Glaswüste lautet:

"Das Blut des Drachen schläft im Stein.
Sein Atem wandert durch das Blut.
Wenn die Kinder der kurzen Jahre brennen,
erinnert sich die Welt an seinen Namen."

Mögliche Zeichen seines Fortwirkens:

Zeichen Bedeutung
Seelenstürme nehmen zu Shizjens Restmacht wird unruhig
Aethelit verdunkelt sich Gebundene Magie kippt in Verderbnis
Magische Blutlinien erwachen stärker Shizjens Geschenk breitet sich aus
Drachenstimmen in Träumen Der alte Wille sucht Träger

Quellen & Verweise


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